ABFINDUNG

Alle wichtigen Tips zur Abfindung, weitere Fragen, Tricks, Fallstricke rund um das Thema Abfindung finden Sie auf dieser Seite.

Die Abfindung – Alles was Sie wissen sollten

Wir werden als Fachanwälte für Arbeitsrecht häufig mit der Frage unserer Mandanten konfrontiert, wie hoch die Abfindung sein wird, die Sie im Falle einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses bekommen werden.

Wie hoch ist die Abfindung?

Das erste, was wir darauf antworten müssen, ist

  • dass es keineswegs gesetzlich geregelt ist, dass es in jedem Fall bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses, d. h. durch Kündigung oder Aufhebungsvertrag, eine Abfindung gibt. Im deutschen Recht gibt es kein gesetzliches Recht auf eine Abfindung.
  • Es sei denn Sie arbeiten in einem so großen Betrieb, dass es einen Betriebsrat gibt und dass dieser im Falle einer größeren Entlassungsmaßnahme einen sogenannten Sozialplan und einen Interessenausgleich mit dem Arbeitgeber verhandelt, in dem dann auch eine Abfindung festgeschrieben ist.
  • Wenn Sie in einem kleineren Betrieb beschäftigt sind und gekündigt werden, dann kann der Arbeitgeber Ihnen nach § 1a KSchG zwar freiwillig eine Abfindung anbieten, in der Regel ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr, aber er muss dies nicht tun. Wenn der Arbeitgeber Ihnen einfach so kündigt, ohne Ihnen eine Abfindung anzubieten, dann könnten Sie Ihrerseits nur Kündigungsschutzklage einreichen und bei Gericht die Weiterbeschäftigung bei diesem Arbeitgeber in diesem Arbeitsverhältnis zu unveränderten Bedingungen durchsetzen.
  • Auch das Gericht kann Ihnen nicht per Urteil eine Abfindung zusprechen, außer in einem ganz besonderen Einzelfall, wenn Sie als Arbeitnehmer einen Auflösungsantrag stellen können. Das sind allerdings rechtlich so komplizierte Prozesssituationen, dass Sie diese nicht ohne fachanwaltliche Beratung selbst versuchen sollten zu meistern. Wir stehen Ihnen in all diesen Situationen gerne bei.

Wir schätzen Ihre Chancen auf eine Abfindung realistisch ein und wir schätzen für Sie auch die Höhe einer möglichen Abfindung realistisch ein und helfen Ihnen, diese Abfindung dann auch tatsächlich durchzusetzen und zugleich damit möglicherweise verbundene Nachteile bei der Arbeitsagentur im Falle der Arbeitslosigkeit zu verhindern.

Für eine Abfindung sollten sie bereits bei Kündigung folgendes beachten

Was Sie Ihrerseits unbedingt beherzigen sollten, wenn Sie das Arbeitsverhältnis beenden und eine Abfindung erhalten möchten, ist folgendes:

  1. Kündigen Sie nicht selbst, auch wenn der Arbeitgeber Ihnen dies nahelegt.
  2. Voraussetzung für eine Abfindung ist, dass man sich mit dem Arbeitgeber entweder einvernehmlich auf eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Rahmen eines Aufhebungsvertrages einigt und darin eine Abfindung festlegt, oder dass das Arbeitsverhältnis vom Arbeitgeber gekündigt wurde und man seinerseits Kündigungsschutzklage innerhalb der 3-Wochen-Frist bei Gericht eingelegt hat oder durch einen Fachanwalt hat einlegen lassen. Denn wenn man die 3-Wochen-Frist nach der Kündigung verpasst hat, dann ist die Kündigung wirksam, auch wenn Sie möglicherweise rechtlich nicht berechtigt war und dann gibt es auch keine Möglichkeit mehr, eine Abfindung zu erhalten.
  3. Machen Sie keine schnellen Zusagen, wenn der Arbeitgeber Ihnen freiwillig eine Abfindung anbietet. Unterschreiben Sie nichts, auch keinen Aufhebungsvertrag oder irgendeine Quittung o. ä. ohne vorher mit einem Fachanwalt für Arbeitsrecht – wie uns – gesprochen zu haben.

Sehr häufig können wir eine deutlich höhere Abfindung aushandeln, als der Arbeitgeber sie freiwillig vorher angeboten hat und häufig gelingt es uns auch, eine Abfindung im Rahmen eines Arbeitsgerichtsprozesses auszuhandeln, obwohl der Arbeitgeber sich vehement gesperrt hat, eine Abfindung zu zahlen.

Beachten Sie, dass sich Abfindungssummen häufig sehr viel höher und besser anhören, als das, was dann nachher ausgezahlt wird. Abfindungen müssen immer versteuert werden mit Ihrem normalen Steuersatz. Die einzige steuerliche Vergünstigung, die es gibt, ist die sogenannte Fünftel-Regelung, mit der eine Abschreibung der anfallenden Steuern möglich ist. Viele Arbeitgeber berücksichtigen dies aber bereits bei der Auszahlung der Abfindung, manche aber nicht. Sollte eine Auszahlung der Abfindung mit gesamten Steuersatz ohne Berücksichtigung der Fünftel-Regelung abgezogen werden, bekommen Sie die entsprechenden Anteile nach der Fünftel-Regelung dann beim Lohnesteuer- oder Einkommenssteuerjahresausgleich zurück.

Achtung – kritische Klauseln bei einer Abfindung:

  • Bei der Vereinbarung von Abfindungen gibt es sowohl in den gerichtlichen Vergleichen, als auch bei Aufhebungsverträgen immer kritische Klauseln, die Ihnen Nachteile bei der Agentur für Arbeit einbringen können!
  • Vereinbaren Sie keine Abfindung und unterzeichnen Sie keinen Aufhebungsvertrag oder Abfindungsvertrag, ohne dass ein Fachanwalt für Arbeitsrecht – wie wir – diesen geprüft haben!

Die Rechtsschutzversicherung zahlt Ihnen in vielen Fällen auch das Aushandeln eines Aufhebungsvertrages oder zumindest einen Mindestbetrag für die Anwaltskosten. Selbst wenn Sie keine Rechtsschutzversicherung haben, lohnt es sich in jedem Fall, gravierende Fehler, die Sie nachher nur viel Geld kosten, zu vermeiden, indem Sie sich für das Aushandeln eines Aufhebungs- und Abfindungsvertrages einen Fachanwalt zur Seite holen.

Vereinbaren Sie mit uns unter folgender Telefonnummer einen Erstberatungstermin: ……….. Die Erstberatung kostet Sie 130,00 € pauschal. Sollten Sie rechtsschutzversichert sein, wird die Erstberatung von Ihrer Rechtsschutzversicherung übernommen werden.

Wir arbeiten im Übrigen zu den gesetzlichen Gebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG), in Einzelfällen können auch Honorarvereinbarungen geschlossen werden, wenn Sie dies wünschen.

Sprechen Sie uns gleich bei der Mandatsannahme gerne auf die Anwaltskosten an. Wir arbeiten kostentransparent und erläutern Ihnen jederzeit, ob und wenn ja, in welchem Umfang Ihr Fall mit Anwaltskosten verbunden ist.

Im Arbeitsrecht gibt es in der ersten Instanz, also beim Arbeitsgericht, auch für den Fall, dass Sie den Prozess gewinnen, keine Kostenerstattung durch die Gegenseite. Sie Ihrerseits müssen aber auch nicht die Kosten der Gegenseite tragen. Im Arbeitsrecht trägt in der ersten Instanz jede Partei ihre Gerichts- und Anwaltskosten selbst, egal, wie der Prozess ausgeht. Andererseits sind die Streitwerte durch gesetzliche Regelungen aber stark reglementiert, so dass wir Ihnen im Arbeitsrechtsfall schon im Vornherein eine realistische Einschätzung der Kosten geben können.

Für den Fall, dass Sie sich die Prozesskosten nicht leisten können, gibt es die Möglichkeit, Prozesskostenhilfe bei Gericht zu beantragen, wenn es sich um ein gerichtliches Verfahren handelt.

Wir helfen Ihnen in diesen Angelegenheiten gerne!

 

Wie können wir Ihnen helfen? Schildern Sie uns Ihre Fragen zur Abfindung:
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